Alpung von Tieren Fördermöglichkeiten für den Alm- und Tierbesitzer

Foto Siegfried Steinberger

DIREKTZAHLUNGEN

Um die Bewirtschaftung extensiver Flächen auch für die Zukunft sicher zu stellen, gibt es auf Almen eine tierbezogene Zahlung bei Almauftrieb von Rindern, Schafen und Ziegen.

Fördervoraussetzungen:

  • Tiere müssen mindestens 60 Tage auf einer im Almkataster eingetragenen Alm sein
  • Unter der Almbetriebsnummer für diese Alm muss eine Almfutterfläche erfasst sein
  • Tiere müssen am Stichtag 15.7. auf einer Alm gemeldet sein

Die gekoppelte Stützung wird mit Einreichung des Mehrfachantrags (MFA) Flächen (Ankreuzfeld bei „Direktzahlungen“) und der Abgabe der Almauftriebsliste sowie einer zeitgerecht durchgeführten Almmeldung für Rinder beantragt. Förderungsberechtigt ist der jeweilige TIERBESITZER!

Förderhöhe:

  • 62,– € pro Kuh bzw. pro RGVE Mutterschafe/-ziegen
  • 31,– € je sonstiger RGVE

AUSGLEICHSZULAGE FÜR BENACHTEILIGTE GEBIETE

Der Auftrieb von Tieren auf Almen und Gemeinschaftsweideflächen wird im Zuge der Ausgleichszulage für den Auftrieb von Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen gewährt.

Fördervoraussetzungen:

  • Alle Fördervoraussetzungen der Direktzahlungen
  • Mindestens 2 ha landwirtschaftlich genutzte Flächen (inkl. Almflächen) in den benachteiligten Gebieten Österreichs

Förderhöhe:

Die Berechnung der Ausgleichszulage erfolgt gemäß den dafür vorgesehenen Formeln getrennt für Heimgut und Almweideflächen (=Almfördereinheiten). Für Almweideflächen wird die Ausgleichszulage wie folgt berechnet:

EP=Erschwernispunkte des Heimbetriebes

Betriebe ohne Erschwernispunkte werden auf der Basis 0 Punkte ebenfalls laut dieser Formel berechnet.

Für die Berechnung der anteiligen Almweideflächen werden je aufgetriebener RGVE 0,75 ha angerechnet. In Summe kann aber maximal die tatsächlich vorhandene anteilige Futterfläche angerechnet werden. Werden mehr GVE aufgetrieben als Futterfläche vorhanden ist, dann wird eine aliquote Kürzung vorgenommen.

Die Ausgleichszulage wird mit Einreichung des Mehrfachantrags (MFA) Flächen (Ankreuzfeld bei „AZ“) und der Abgabe der Almauftriebsliste sowie einer zeitgerecht durchgeführten Almmeldung für Rinder beantragt. Förderungsberechtigt ist der jeweilige TIERBESITZER!

ÖPUL ALPUNG- UND BEHIRTUNGSPRÄMIE

Die ÖPUL Alpungs- und Behirtungsprämie wird für den Almauftrieb von Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen gewährt.

Fördervoraussetzungen/Alpungsprämie:

  • Alle Förderungsvoraussetzung der Direktzahlungen
  • Mindestens 60 Tage Beweidung (durchgängige Bestoßung mit max. 10 tägiger Unterbrechung)
  • Maximaler Viehbesatz 2 GVE/ha Futterfläche
  • Verbot von Verfütterung almfremder Silage und almfremden Grünfutter
  • Verbot der Ausbringung von almfremder Gülle und Jauche. Stallmist vom Heimbetrieb darf ausgebracht werden.
  • Keine Ausbringung von stickstoffhaltigen Düngemitteln
  • Verbot der Ausbringung von Klärschlamm und kompostierter Klärschlamm
  • Kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Fördervoraussetzungen/Behirtungsprämie:

  • Alle Tiere der beantragten Kategorie müssen behirtet werden
  • Tägliche, ordnungsgemäße Versorgung der Tiere und Pflege der Weidefläche
  • Überwiegende Anwesenheit auf der Alm, eine reine Nachschau ist nicht ausreichend.
  • Geeignete Unterkunfts- und Übernachtungsmöglichkeiten müssen zur Verfügung stehen. Es ist aber nicht zwingend erforderlich, dass der Hirte auf der Alm nächtigt.
  • 70 GVE können pro Hirte gefördert werden

Maßgeblich für die Prämienhöhe ist der Erschließungszustand der Alm. Hier werden die Almen in drei Kategorien (Beurteilung aufgrund des Almzentrums/Wirtschaftsgebäudes) eingeteilt. Die Alpungs- und Behirtungsprämie wird an den Almbewirtschafter ausbezahlt.

VERPFLICHTENDE ABGABE EINER ALMAUFTRIEBSLISTE

Zum Erhalt von Förderungen für Almen und Weiden (DIZA, AZ und ÖPUL) muss der Alm-/Weidebewirtschafter bis spätestens 15. Juli eine Alm-/Weideauftriebsliste im eAMA erfassen. Auch wenn nur Rinder auf eine Alm/Weide aufgetrieben werden, muss eine Auftriebsliste gesendet werden. Die alleinige Erfassung der Alm-/Weidemeldung RINDER ist nicht ausreichend für eine Prämiengewährung.

Der Auftrieb von Pferden, Schafen und Ziegen ist im Wege der Auftriebsliste unter Einhaltung einer 14-tägigen Meldefrist zu erfassen. Für AZ, ÖPUL und DIZA können nur jene Schafe, Ziegen und Pferde berücksichtigt werden, die bis zum 15.07.2021 auf einer Alm/Gemeinschaftsweide aufgetrieben und gemeldet werden. 

ZUSÄTZLICHE FÖRDERMÖGLICHKEITEN

Auch im Rahmen der Investitionsförderung gibt es für bauliche Investitionen im Almbereich Fördermöglichkeiten. In der derzeit laufenden Förderperiode sind die dafür vorgesehenen Mittel jedoch ausgeschöpft. Sollten Almbewirtschafter eine bauliche Maßnahme auf Ihrer Alm vornehmen ist anzuraten, vor Beginn der Umsetzung (Planung, Auftragsvergaben, Bestellungen, etc.) den Sachbearbeiter der zuständigen Bezirksbauernkammer zu kontaktieren.

Liegt die Alm in der Nationalparkregion gibt es zusätzliche Fördermöglichkeiten im Rahmen des Salzburger Nationalparkfonds. Unter https://hohetauern.at/ können die Förderrichtlinien und die dazu gehörenden Antragsformulare eingesehen und heruntergeladen werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.ama.at oder bei Ihrer zuständigen Bezirksbauernkammer.

 

Informationsstand: 1.1.2022 – mit 1.1.2023 beginnt eine neue Programmperiode. Die neuen Richtlinien werden nach Genehmigung verlautbart.

Plattformhinweis

Die Plattformen wurden vom Maschinenring Salzburg, der Landwirtschaftskammer Salzburg und dem Almwirtschaftsverein Salzburg gemeinsam entwickelt und wird allen Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Informationen zum Datenschutz und den AGB´s finden Sie hier.

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